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BAG – Berufe für Post- und Zustelldienste: Marktbeobachtung Güterverkehr

Das Bundesamt hat in der „Marktbeobachtung Güterverkehr“ die aktuelle Ausbildungsund Arbeitsmarktsituation sowie die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Berufen für Post- und Zustelldienste näher untersucht.

Arbeitsmarktsituation

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gab es im Jahr 2020 insgesamt 263.818 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den Berufen für Post- und Zustelldienste – rund 5,3 Prozent mehr als im Jahr 2019 und rund 8,0 Prozent mehr als im Jahr 2018. Der Frauenanteil reduzierte sich dabei bis auf rund 39,6 Prozent.

Der Anteil der Fachkräfte nahm im Vergleich zum Jahr 2019 um rund 7,6 Prozent zu und machte zum Stichtag 31.12.2020 rund 60,3 Prozent der Gesamtbeschäftigten aus.

Eine deutliche Zunahme war im Jahr 2020 bei den Beschäftigten mit einer ausländischen Staatsbürgerschaft zu verzeichnen. Ihre Beschäftigungszahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 19,3 Prozent, ihr Anteil an den Gesamtbeschäftigten damit auf rund 21,2 Prozent.

Arbeitsbedingungen

Im Zuge der Corona-Pandemie ist das Sendungsvolumen auf dem deutschen KEP-Markt nochmals deutlich angestiegen. Im Jahr 2020 erreichte es mit insgesamt 4,05 Mrd. Sendungen einen neuen Höchstwert. Im Vergleich zum Jahr 2019 bedeutete dies ein Plus von rund 10,9 Prozent. Da aufgrund der Lockdowns der stationäre Handel zeitweise in Teilen zum Erliegen kam, wurde vermehrt auf Warenlieferungen zurückgegriffen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts bewegten sich die Wachstumsraten der Online-Transaktionen während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 zwischen rund 52,0 und 61,2 Prozent, während des zweiten Lockdowns zum Jahresende 2020 bei rund 42,0 Prozent. Begleitet wurde die positive Entwicklung der Online-Transaktionen von einem verstärkten Ausbau des Online-Versandhandels diverser Unternehmen, die auf diese Weise versuchten, stationäre Umsatzrückgänge zu kompensieren.

Als Reaktion auf die erhöhte Paketnachfrage stockten KEP-Unternehmen vor allem mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft die Zahl der Beschäftigten zum Teil deutlich auf und erprobten regional neue Auslieferungskonzepte.

Körperlich anstrengende Tätigkeit

Aufgrund einer Vielzahl von körperlich anstrengenden Tätigkeiten wie z.B. dem Heben und Tragen von schweren Sendungen sowie dem Beund Entladen des Fahrzeugs sind Beschäftigte in Berufen für Post- und Zustelldienste überdurchschnittlich oft von Muskel- und Skeletterkrankungen betroffen.

Tarifliche Vergütungen

Die Höhe der tariflichen Vergütungen entwickelte sich weiter positiv. Die tariflichen Stundensätze bewegten sich mit regionalen Unterschieden zwischen 12 Euro und 14 Euro.

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