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Autohof Strohofer: 40 Jahre Autohof Geiselwind

Vier Jahrzehnte Familienunternehmen – eine wahre Erfolgsgeschichte: Der Autohof Strohofer schaut auf 40 Jahre zurück.

Der größte europäische Autohof feiert 2021 seinen 40. Geburtstag: Eine rollende Stadt an der A3. Der Autohof Strohofer ist einzigartig in seiner Art. Seit Jahrzehnten ist der Erlebnisrasthof nicht nur der Rastplatz für Reisende aller Art, auch eine der größten deutschen Veranstaltungsstätten befindet sich auf dem Gelände. Dort finden jährlich mehrere Festivals und Groß-Events statt.

Mit dem Autohof verbunden ist eine der wohl außergewöhnlichsten Familiengeschichten überhaupt. Dabei begann alles vor über fünf Jahrzehnten mit einem einschneidenden Ereignis, das viele andere zum Aufgeben bewogen hätte: Mitten durch den Bauernhof der Familie Strohofer sollte die A3 gebaut werden!

Dabei mussten vor allem der im Volksmund genannte „Goldacker“ und die Obstbaumplantage der Autobahn weichen.

Vom Goldacker zur außergewöhnlichsten Rastanlage der Welt

Landwirt Toni Strohofer lässt sich davon jedoch nicht unterkriegen. Das Anpacken ist er längst gewohnt, schließlich musste er bereits als Teenager nach familiären Schicksalsschlägen den elterlichen Bauernhof übernehmen. Bereits seit 1970 arbeitete er neben der Landwirtschaft zusätzlich nachts als Tankwart an der Raststätte Steigerwald und hörte dort tagtäglich von den Problemen, Wünschen und Bedürfnissen der Lkw-Fahrer.

Angesichts des unausweichlichen Autobahnbaus hatte Toni die zündende Idee: Wenn schon eine Autobahn durch den Acker gelegt wird, wird einfach eine Raststätte auf seinem Grund neben der Autobahn gebaut – einen Autohof, bei dem vieles anders sein sollte als an den bisherigen Raststätten.

Eine Heimat für Berufskraftfahrer an der Autobahn sollte entstehen, bei der die ganze Familie mit anpackt.

Der Himmel beginnt in Geiselwind

So eröffnete er 1981 „Toni‘s Autohof“. Country-Sänger Gunter Gabriel brachte es kurze Zeit später perfekt auf den Punkt: „Der Himmel beginnt in Geiselwind …, dort, wo die Trucker zu Hause sind.“

Die familiäre Atmosphäre an der Autobahn zieht jährlich über eine Million Reisende an, um entweder kurz oder auch mal etwas länger aufzutanken.

Erlebnis-Imperium an der Autobahn

Aus dem Rasthof ist in den letzten 40 Jahren zudem ein Erlebnis- Imperium mit Hotel, Autobahnkirche, einem Festival-Gelände, zwei Veranstaltungshallen, Wellness- und Fitnessangeboten, Geschäften, Gaststätten, einer eigenen Metzgerei, einer Werkstatt und Waschstraßen, einem Kletterpark, dem weltweit ersten Burger King mit eigenem LKW Drive IN und der zeitweise erfolgreichsten Shell-Tankstelle der Welt geworden.

Der Bau der Autobahnkirche inmitten des Autohofs wurde im Jahr 2001 von der Familie privat finanziert, aus Dankbarkeit für das 20-jährige erfolgreiche Bestehen des Betriebes und zum 40-jährigen Ehe-Jubiläum von Herlinde und Toni sowie zur Erinnerung an den tragischen Unfalltod seines Sohnes Anton Junior.

Mehrere hunderttausend Besucher

Mehrere hunderttausend Besucher kommen jedes Jahr zu diversen Open Airs und Konzerten. Die international erfolgreichsten sind das Trucker & Country Festival und das Bike And Music Weekend.

Überhaupt haben in Geiselwind bereits so manche namhafte Künstler diverser Genres gastiert, darunter Manfred Mann‘s Earth Band, Manowar, Status Quo, The Kelly Family, Andreas Gabalier, Sido, Robin Schulz, Felix Jaehn oder Rainhard Fendrich.

„Ich bin ein Unternehmer und kein Unterlasser“, ist ein Leben lang das Credo von Toni Strohofer gewesen. Nach seinem plötzlichen Tod ist die Führung des Unternehmens mittlerweile in der Hand seiner Tochter Ruth, sowie den Enkelkindern Moritz und Isabell.

So kannte man Toni Strohofer: Herlinde und Anton („Toni“) Strohofer beim Trucker & Country Festival. Er betonte: „Die Familie Strohofer ist im Team stark … das sind „wir beiden Alten“ sowie Ruth und Manfred Strohofer, Manuela Strohofer, 18 Enkelkinder und bereits die Urenkel !“


Wandel in der Logistikbranche

Im Sinne von Toni und mit stets tatkräftiger Unterstützung der ganzen Familie, bereitet sich die Unternehmerfamilie auf den anstehenden Wandel in der Logistikbranche vor.

„Mit Blick auf die Veränderungen im Treibstoffmarkt und den Bedürfnissen unserer Gäste stellen wir aktuell die Weichen, um auch zukünftig einer der beliebtesten Autohöfe der Welt zu sein“, sagt Ruth Strohofer. So gibt es inzwischen beispielsweise eine Wasserstofftankstelle für Pkw und LNG für Lkw sowie zehn Schnellladepunkte für Elektroautos.

Regionalität, Qualität und Frische

Auch kulinarisch geht man mit der Zeit: Die Gaststätten bieten gesunde, frisch gekochte und sogar vegane Essensangebote. Und wer würde an einem Autohof eine traditionelle Landmetzgerei mit eigener Schlachtung, klassischem Verkaufsladen sowie Onlineshop erwarten?

Für die aus der Landwirtschaft stammende Gründerfamilie liegt diese bewusste Entscheidung zu Regionalität, Qualität und Frische auf der Hand. Die eigene Metzgerei ist eines der Puzzlestücke, die den Autohof so einzigartig machen.

Mehr als eine Million Gäste pro Jahr und eine Milliarde Liter verkaufter Treibstoff seit Gründung machen den Autohof Strohofer zur größten und dabei vielfältigsten Rastanlage der Welt.

2018 wurde dem Autohof Strohofer von der VEDA, der Vereinigung Deutscher Autohöfe, der Award für die „Außergewöhnlichste Rastanlage der Welt“ verliehen.



Ein verdienter Award für Ruth Strohofer

Das ZDF Mittagsmagazin ehrt einmal im Monat Menschen, die im Alltag zu Helden geworden sind. Im September ging die mima-Helden-Auszeichnung an Ruth Strohofer. Geehrt wurde sie für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie.

Eine Geschichte mit Herz: Für den Award vorgeschlagen wurde sie aus den eigenen Reihen. Parkwächter Robert Kemmer schrieb an das ZDF. Er schilderte, wie Ruth Strohofer sich für die Fahrer eingesetzt hat, damit in Pandemiezeiten für sie ein warmes Essen und eine heiße Dusche möglich wurden.

Kemmer bewundert die Leidenschaft seiner Chefin, mit der sie sich für die Berufskraftfahrer stark macht. Unterstützt wurde er bei seinem Vorhaben von vielen, vielen Fahrern, die gerne und oft nach Geiselwind kommen.

Die Überraschung glückte: Die Chefin wurde auf dem Parkplatz von Mitarbeitern, Fahrern und ZDF-mima-Moderator Cherno Jobatey empfangen. Ruth Strohofer war sichtlich gerührt und brach abschließend wieder einmal eine Lanze für die vielen Berufskraftfahrer, die täglich für uns alle unterwegs sind: „Es sind Menschen, deren Zuhause ist auf der Straße und auf der Straße ist deren Zuhause der Autohof. Und eine Familie schließt man auf dem Autohof nicht aus.“ Herzlichen Glückwunsch, liebe Ruth Strohofer!


Elke Lichtenberg

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