- Anzeige -

Irritation bei Antirutschboden-Förderung

BALM streicht De-mininis-Förderung von Ladungssicherung aus dem Katalog.
Sind Antirutschböden auch betroffen?

Die neuen Änderungen am De-minimis-Maßnahmenkatalog sorgen für Irritation in der Logistik- und Speditionsbranche. Die Nummern 2 und 1.4 wurden komplett aufgehoben. Bis dato wurde Ladungssicherheit unter 1.4 aufgeführt. 

Nicht nur der Antirutschboden-Hersteller KCN fragte sich, ob rutschhemmende Fahrzeugböden nun tatsächlich aus der Förderung fallen. Auch Spediteure und Fördermittel-Berater waren verunsichert. Ausschlaggebend dafür war Punkt 1.3 im Maßnahmenkatalog. Hier heißt es: „Förderfähig sind Produkte, die der Sicherheit dienen, unmittelbar am Fahrzeug angebracht bzw. eingebaut werden und nicht gesetzlich vorgeschrieben sind“. Es lag also nahe, dass Antirutschböden einfach nur ‚neu einsortiert‘ werden und weiterhin förderfähig bleiben.

Um sicher zu gehen, stellte KCN eine Anfrage beim BALM (Bundesministerium für Logistik und Mobilität). Das vormals unter BAG auftretende Ministerium ist für das De-minimis-Programm zur Förderung von Sicherheit und Umwelt im Güterkraftverkehr zuständig. 

Die Antwort des BALM kam im Februar und fiel negativ aus.
„Wir tun uns noch schwer, diese Entscheidung nachzuvollziehen“, so KCN-Geschäftsführer Markus Kugler. „Wir sind der Meinung, dass jede Art von Ladungssicherung extrem wichtig ist. Und daher prinzipiell immer gefördert werden sollte“. Im Hinblick auf die hauseigenen Produkte vermerkt er: „Unsere Antirutschböden dienen definitiv der Sicherheit und sind unmittelbar im Fahrzeug eingebaut. Und sie sind überobligatorisch“. Dieser Punkt ist für die Förderung über De-minimis elementar. Was bereits gesetzliche Vorgabe ist, wird nicht zusätzlich unterstützt. Nur das, was darüber hinaus geht. „Wären Antirutschböden vorgeschrieben, fänden wir das natürlich noch besser“, sagt Kugler.

Aber noch ist es nicht soweit. Dabei überzeugt die fest installierte Alternative zu Antirutschmatten seiner Meinung nach mit mehreren Punkten. „Das individuell an die Ladung angepasste und für Mitarbeiter risikobehaftete Auslegen der Matten auf dem Boden entfällt komplett“.

Weiterer Pluspunkt: „Eine klassische Ablegereife gibt es bei KCN-Böden nicht. Sie reißen und verformen sich nicht, die Abnutzung ist bei korrekter Nutzung auch nach Jahren marginal. Saubergehalten werden sie mit dem Besen oder Dampfstrahler. Je nach Antirutschboden von KCN liegen die Gleitreibbeiwerte bei Ladung mit Holzpaletten bei µ= 0,7 oder µ= 0,8“.

Die wegfallende Förderung bringt die Antirutschboden-Experten derweil nicht aus der Ruhe.
De-minimis sei ein Goody on top. Kunden des süddeutschen Unternehmens bestätigen:
„KCN-Antirutschböden sind nicht billig, aber jeden Euro wert“. 

Empfohlene Artikel

Eine Antwort hinterlassen

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

zwei × vier =

- Anzeige -
Anzeige: Regupol

Aktuelle Beiträge

Daimler Truck: eActros 600 im Fahrbericht

Aktuell und gerade im Hinblick auf die IAA Transportation ist es das große Thema:E-Mobilität im Straßengüterverkehr. Die Nutzfahrzeughersteller stehen in den Startlöchern. So auch...

SpanSet: Neue VDI-Richtlinie betrifft Zurrmittel, Radvorleger und Fahrzeug

Voraussichtlich am 1. September dieses Jahres tritt die überarbeitete VDI 2700 in Kraft. Die Richtlinie befasst sich mit der Ladungssicherung von Pkw und Lkw...

Daimler Truck: eActros 600 auf elektrischer Europatour

Die zwei E-Lkw der „eActros 600 European Testing Tour 2024“ von Mercedes-Benz Trucks haben nach 4.436 rein batterie-elektrisch zurückgelegten Kilometern und 12 Tagen ihr...

MAN Truck & Bus: Mit Diesel, Strom und Wasserstoff

Im Vorfeld zur IAA Transportation 2024 hat MAN Truck & Bus Anfang Juli einen Ausblick auf seinen Messe-Auftritt im September gegeben. Bei den Testfahrten...

BALM: Ausdehnung der Lkw-Maut auf Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse (tzGm)

Seit dem 1. Juli 2024 sind Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse (tzGm) von mehr als 3,5 Tonnen mautpflichtig. Artikel 2 des Dritten Gesetzes...

Ford Trucks: Neue F-Line-Serie vorgestellt

Rund 150 Journalisten, Kunden und Partner waren in den Hangar Event Airport in Crailsheim eingeladen, um die neuen Fahrzeuge in einem festlichen Rahmen kennenzulernen.F-Trucks...

Fahrpersonalrecht: Neue Regelungen für den Personengelegenheitsverkehr

Um den Besonderheiten des Personengelegenheitsverkehrs Rechnung zu tragen und eine größere Flexibilität bei der Planung von Fahrtunterbrechungen sowie Ruhezeiten von Fahrern zu ermöglichen, haben...