Einer der 140 t schweren Transformatoren für das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai 2 wurde jetzt mit einer Schwerlast-Modulkombination von Goldhofer erfolgreich ans Ziel gebracht. Die herausfordernde Ladung misst 7,25 m in der Länge, 3,54 m in der Breite und 4,29 m in der Höhe – ein Kraftakt, der höchste Präzision und Zuverlässigkeit erforderte.
Das TIWAG-Großprojekt Kühtai 2 ist ein zentraler Baustein für die Energiewende in Österreich. Für den Transport der Transformatoren ins hochalpine Gelände war eine Lösung gefragt, die sowohl maximale Flexibilität als auch enorme Zugkraft bietet.
Der 140 t schwere Transformator wurde per Bahn nach Zirl transportiert und dort auf eine Schwerlast-Modul-Kombination umgeladen. Die Spezialisten von Felbermayr, die den Transport durchgeführt haben, setzten auf eine 15-achsige Kombination: Vorne ein 6-achsiger Selbstfahrer ADDRIVE und ein 2-Achser der FT Serie, hinten eine 3+4-Kombination derselben Serie. Dazwischen trug eine Scherenhubbrücke den Transformator, montiert über eine Drehschemel-Einrichtung. Ergänzt wurde das Setup durch eine Zugmaschine und eine Schubmaschine – unverzichtbar für die steilen Passagen der Bergstrecke.
„Gerade bei komplexen Projekten wie diesem ist die Fähigkeit, Module flexibel zu konfigurieren und sogar mit Selbstfahrern wie dem ADDRIVE zu kombinieren, ein entscheidender Vorteil“, erklärt Erwin Uebel, Servicemonteur bei Goldhofer, der den Transport vor Ort begleitete.

Im Zielbereich führten enge Tunnel- und Kavernen-Abschnitte das konventionelle Kombinationsmodul an seine Grenzen. Millimetergenaue Navigation war nötig, um das Gewicht sicher auszuliefern.
Auch der ADDRIVE spielte seine Stärken aus: Als Hybridlösung kann er sowohl gezogen als auch als Selbstfahrer eingesetzt werden. Insbesondere in den letzten Kilometern zu der auf über 2.000 m hoch gelegenen Baustelle musste die ca. 55 Meter lange Kombination enorme Steigungen von über 16 Prozent überwinden.


