Kögel stellt einen E-optimierten Auflieger vor. Er ist speziell für E-Lkw konzipiert und eignet sich für emissionsfreie Zugmaschinen aller Marken sowie für den Einsatz in unterschiedlichsten Branchen. Er basiert auf dem erprobten Kögel Light Plus, der durch seine Leichtbauweise mehr Nutzlast ermöglicht.
Für das Jahr 2026 zeichnet sich ein Wachstum im Segment der schweren elektrifizierten Nutzfahrzeuge ab. Der Marktanteil dieser Fahrzeuge wird einer Studie nach voraussichtlich von rund 3 % im Jahr 2025 auf mehr als 5 % im Jahr 2026 steigen. Der Absatz schwerer E-Lkw dürfte sich auf rund 20.000 Einheiten erhöhen. Dabei spielt auch die Verlängerung der Mautbefreiung für emissionsfreie Lkw bis 2031 eine Rolle.
EU-Richtlinie als Vorgabe
Die EU-Richtlinie 96/53/EG erlaubt für E-Zugmaschinen eine Erhöhung des höchstzulässigen Zuggesamtgewichts um bis zu 2 Tonnen, um das Batterie-Mehrgewicht des Elektroantriebs auszugleichen. Dabei gelten jedoch weiterhin die gleichen Maß- und Achslastgrenzen wie bei Diesel-Zugmaschinen. Diese Regelung kann in der Praxis zu einer Überschreitung der zulässigen Hinterachslasten an der Zugmaschine führen, insbesondere wenn das zusätzliche Batteriegewicht primär auf der Antriebsachse liegt und nicht gleichmäßig auf den Zug verteilt werden kann.
Unveränderte Achslastgrenzen
Die Achslastgrenzen bleiben unverändert. So beträgt die zulässige Last auf der Antriebsachse der Zugmaschine weiterhin maximal 11,5 Tonnen. In der Kombination aus Standard-Sattelauflieger und E-Zugmaschine wird dieser Wert in vielen Fällen bereits überschritten. Das zusätzliche Batteriegewicht reduziert somit unmittelbar die verfügbare Nutzlast des Aufliegers. Fahrzeughersteller stehen vor der Herausforderung, das Mehrgewicht des E-Antriebs in die Achslastverteilung zu integrieren, ohne die gesetzlichen Grenzwerte zu überschreiten.
Kurzer Achsabstand
Kögel bietet seinen Kunden mit E-Zugmaschinen ab sofort den E-optimierten Kögel Light Plus. Durch den um 300 mm verkürzten Radstand vom Königszapfen bis zur ersten Trailerachse verringert er den Druck auf die Antriebsachse der Zugmaschine um bis zu 2 Tonnen im Vergleich zu einem Standard-Planenfahrzeug. Eine Überladung der Antriebsachse wird so wirksam vermieden. Der kurze Achsabstand stellt gleichzeitig sicher, dass sich der Reifenverschleiß in Kurvenfahrten nicht erhöht.
Mehr Nutzlast möglich
Setzt ein Transportunternehmer einen E-Truck mit Standardtrailer ein, liegt die maximale Nutzlast bei gleichmäßiger Ausladung bei rund 20 Tonnen. Bei Einsatz des E-optimierten Kögel Light Plus können – abhängig vom Typ der E-Zugmaschine – bis zu 4 Tonnen mehr Nutzlast realisiert werden. In Kombination mit einem System zur dynamischen Radstandregelung ist eine weitere Steigerung um circa 1 Tonne möglich. In diesem Fall kann das maximal zulässige Zuggesamtgewicht von 42 Tonnen vollständig ausgenutzt werden.
Kontrollen der Achslasten
Parallel dazu sollen in Deutschland künftig neben klassischen stationären Waagen verstärkt digitale Waagen auf Basis der WIM-Technologie (Weight-in-Motion) eingesetzt werden. Überladungen können dadurch deutlich schneller und effizienter erkannt und geahndet werden. Mögliche Konsequenzen sind Bußgelder sowie das verpflichtende Entladen von Teilen der Fracht.
Mit dem E-optimierten Light Plus bietet Kögel eine praxisnahe, technisch durchdachte Lösung für die Herausforderungen des elektrischen Schwerlastverkehrs. Transportunternehmen profitieren von höherer Nutzlast, rechtssicherer Achslastverteilung und hoher Wirtschaftlichkeit im Einsatz emissionsfreier Zugmaschinen.


