Mercedes-Benz Trucks geht gemeinsam mit dem Berufskraftfahrer Tobias Wagner ein außergewöhnliches Projekt an: Der als „Elektrotrucker“ bekannte YouTube-Influencer will mit dem Fernverkehrs-Lkw Mercedes-Benz eActros 600 einmal um die Welt fahren. Nach aktuellem Kenntnisstand wäre es die erste Weltumrundung mit einem rein batterieelektrisch angetriebenen Lkw. Die Route soll über 45.000 Kilometer durch mehr als 35 Länder führen und maximal 80 Ladevorgänge erfordern. Insgesamt soll die Expedition rund ein Jahr dauern.
Bei dem Weltumrundungs-eActros 600 handelt es sich um ein 4×2-Pritschenfahrzeug, das Mitte April im Mercedes-Benz Werk Wörth vom Band lief. Im Anschluss an diverse Umbaumaßnahmen, beispielweise eine Ersatzradhalterung mit integrierter mobiler Ladeeinrichtung, eine Einzelbereifung sowie Zusatzscheinwerfer an der Fahrzeugfront, erhält der Lkw einen speziell entwickelten Wohnmobil-Aufbau, der als mobile Basis für die Reise dient. Der Start der Reise ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Ein Serien-Lkw als Expeditionsfahrzeug
Der Mercedes-Benz eActros 600 wurde speziell für den Langstreckeneinsatz entwickelt. Er verfügt über eine hohe Batteriekapazität von über 600 Kilowattstunden sowie über eine besonders effiziente elektrische Antriebsachse aus eigener Entwicklung, was im Fernverkehrseinsatz vollbeladen eine Reichweite von 500 Kilometern ohne Zwischenladen ermöglichen soll. Das als Expeditionsmobil aufgebaute Pritschenfahrzeug soll aufgrund seines niedrigeren Gewichts diese Reichweite deutlich übertreffen.
Christian Wilz, Vorsitzender der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Trucks Deutschland: „Der batterieelektrische Fernverkehr ist in Europa bereits heute in vielen Regionen gelebte Praxis. Unsere Kunden zeigen im täglichen Einsatz, dass elektrische Langstreckenlogistik funktioniert – vorausgesetzt, die Infrastruktur ist verfügbar. Jetzt sind wir gespannt, welche Erfahrungen Tobias mit dem eActros 600 auf seiner außergewöhnlichen Welt-Expedition sammeln wird – eine Reise, die zum einen deutlich machen wird, dass batterieelektrischer Fernverkehr weltweit bereits funktionieren kann und zum anderen, dass vielerorts noch die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um ihn auch flächendeckend praktikabel zu machen.“
Die Route führt dabei durch sehr unterschiedliche Regionen – von gut ausgebauten Autobahnen über lange und anspruchsvolle Überlandstrecken bis hin zu abgelegenen Gebieten. Da nicht alle Regionen in gleicher Weise auf batterieelektrische Lkw vorbereitet sind, erfordert die Reise eine besonders sorgfältige Planung und Vorbereitung, um den vielfältigen klimatischen, topografischen und infrastrukturellen Herausforderungen gerecht zu werden.
Die Expedition steht dabei weniger für Rekorde als für eine praktische Frage: Wie weit kann sich ein moderner batterieelektrischer Fernverkehrs-Lkw heute tatsächlich durchschlagen, was sind die größten Herausforderungen, Hürden oder auch Vorurteile?



