- Anzeige -
Anzeige: IAA Transportation

Renault Trucks: Elektro-Lkw für das Bausegment

Renault Trucks hat Ende April seine vollelektrischen Fahrzeuge aus dem Bausegment präsentiert. Neben dem wichtigsten Baufahrzeug, dem E-Tech C, wurde auch der E-Tech D Wide Dreiseitenkipper des Modells TRIGENIUS D212 der neuen MEILLER Kippergeneration gezeigt.

Auf dem Gelände des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Grevenbroich ging es Renault Trucks darum, zu zeigen, dass die Elektromobilität auch in der Baubranche angekommen ist. Für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten gibt es somit auch elektrisch angetriebene Alternativen.

Elektrisch in der Baustelle unterwegs

„Damit wir dem Klimawandel effektiv entgegenwirken können, ist es von entscheidender Bedeutung, dass jedes Fahrzeugsegment elektrisch bedient werden kann“, betont Frederic Ruesche, Geschäftsführer von Renault Trucks Deutschland. „Daher bin ich besonders erfreut darüber, dass wir nun auch den Baustellenverkehr auf elektrischen Antrieb umrüsten können.“

Verschiedene Fahrzeuge standen bei der Präsentation in Grevenbroich zur Verfügung, um getestet zu werden: Der E-Tech C, ein Fahrzeug für den Baustellenverkehr, das sich durch seine Robustheit und Leistungsfähigkeit auszeichnen soll. Außerdem am Start: Der Renault Trucks E-Tech D Wide in verschiedenen Variationen – als Absetzkipper mit einem Aufbau von MEILLER und als Abrollkipper mit einem Aufbau von Palfinger. Alle Fahrzeuge lassen sich multifunktional in der Baubranche einsetzen, vom Transport von Schüttgütern bis zum Baucontainer.

Der E-Tech C ist speziell für den Baueinsatz konzipiert.

„Seit dem Produktionsstart des Renault Trucks E-Tech T und C Ende November 2023 ist Renault Trucks der einzige und erste europäische Hersteller, der eine vollelektrische Range von 2,8 bis 44 Tonnen anbietet“, führt Ruesche weiter aus. „Zudem baut Renault Trucks als erster Hersteller im Sinne der Kreislaufwirtschaft Dieselfahrzeuge in E-Lkw um. Damit wir unser langfristiges Ziel der CO2-Neutralität erreichen, müssen wir unbedingt alle Teile der Wertschöpfungskette emissionsfreier betreiben – und zwar jetzt.”

Tassilo von Domarus, Manager E-Mobility ging während der Vorstellung der vollelektrischen Renault Trucks auf die verschiedenen Anforderungen im Baubereich ein und gab einen Überblick über die Lösungen, die Renault dazu bietet.

In der leichten Klasse ist es der Traffic, der bis zu 1,6 Tonnen Nutzlast bietet und von einem 90 kW Elektromotor angetrieben wird. Als Kastenwagen oder Plattform-Fahrgestell werden Reichweiten von bis zu 400 Kilometern versprochen.

Der E-Tech D 16 T ist als 16 Tonner mit bis zu 185 kW motorisiert und soll eine Reichweite von bis zu 450 Kilometer haben. Zwischen 3,80 Meter und 6,50 Meter werden verschiedene Radstände angeboten. Bei den Batterien reicht die Spanne von 280 kWh bis 455 kWh.


Zahlreiche Aufbaumöglichkeiten

Als wahres Multitalent zeigt sich der E Tech D Wide als 18 bzw. 26 Tonner. Hier gibt es Aufbaumöglichkeiten als Dreiseitenkipper, Abrollkipper, Absetzkipper oder als Pritsche auch mit Kran. Die Radstände sind zwischen 3,90 Meter und 6,80 Meter wählbar. Bei den Entsorgungsaufbauten sollen Reichweiten von 160 Kilometern möglich sein.

Der E-Tech D-Wide kann auch als Abrollkipper mit einem Aufbau von Palfinger konfiguriert werden.

Robuste Ausführung

Der E-Tech C zeigt schon äußerlich mit seiner robusten Stoßstange und den Lampenschutzgittern dass er für den Baueinsatz vorgesehen ist. Mit 490 kW bzw. 330 kW ist er ordentlich motorisiert. Die Reichweite soll bei bis zu 250 Kilometern liegen. Mit einer Stunde Zwischenladen sollen bis zu 400 Kilometer möglich sein.

Beim E-Tech T kommen ebenfalls Elektromotoren mit einer maximalen Leistung von 330 kW bzw. 490 kW zum Einsatz. Die Reichweiten sollen hier bei 300 Kilometern liegen. Mit einer Stunde Zwischenladung können 500 Kilometer erreicht werden. Bei den Sattelzugmaschinen beträgt der Radstand wie beim E-Tech C auch, 3,90 Meter. Bei den Fahrgestellen liegt dieser zwischen 3,90 Meter und 6,70 Meter.

Statt des Dieselmotors kommen beim E-Tech Wide Elektromotoren mit 260 kW Dauerleistung bzw. 370 kW Spitzenleistung zum Einsatz

Beim Fahren präsentieren sich die E-Tech-Modelle von Renault problemlos. Durch die hohen Drehmomente, die bereits aus dem Stillstand heraus abgerufen werden können, ist eine kraftvolle Beschleunigung möglich. Das leise Fahrgeräusch trägt wesentlich zum Fahrkomfort bei.

In einer der nächsten Ausgaben werden wir den E-Tech C ausführlich im Praxiseinsatz vorstellen.

Horst Hendrisch

Empfohlene Artikel

Eine Antwort hinterlassen

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

fünfzehn − sechs =

- Anzeige -
Anzeige: Ford-Trucks
Anzeige: Regupol

Aktuelle Beiträge

Mercedes-Benz Trucks: Ausblick auf die IAA Transportation 2026

Mercedes‑Benz Trucks stellt zur IAA Transportation 2026 im September die nächsten Schritte rund um die Transformation des Straßengüterverkehrs hin zu alternativen Antrieben vor. Im Fokus...

VDA: Fahrerlebnis auf der IAA TRANSPORTATION

Die IAA TRANSPORTATION präsentiert auch 2026 ein breites Spektrum an Neuheiten im Bereich der Nutzfahrzeugtechnologie. Ein besonderes Highlight sind die Test Drives, die die...

Renault Trucks: Neuer Antriebsstrang für weniger Kraftstoffverbrauch

Mit der Einführung eines neuen DE13R Motors und einer neuen Generation des Optidriver-Getriebes entwickelt Renault Trucks den Antriebsstrang seiner Modellreihen T, T High, C...

MAN Truck & Bus: TGE feiert sein Zehnjähriges

MAN Truck & Bus feiert das zehnjährige Jubiläum seines Transporters MAN TGE. Seit der Weltpremiere im Jahr 2016 hat sich das Modell zu einer...

F-Trucks Deutschland: Ford F-MAX GEN 2.0 am Nürburgring

Wenn sich vom 10. bis 12. Juli 2026 die europäische Transport- und Logistikbranche am Nürburgring zum 39. Internationalen Shell ADAC Truck-Grand-Prix trifft, ist auch...

Mercedes-Benz Trucks: 30 Jahre Actros

Mercedes Benz Trucks blickt im Jubiläumsjahr „130 Years Trucks“ auf 30 Jahre Actros zurück. Seit 1996 etablierte das Modell über mehrere Generationen hinweg neue...

Ab 01.07.2026: Fahrtenschreiber- und Nachweispflicht bei Fahrzeugen über 2,5 t im grenzüberschreitenden Güterverkehr

Jeder kennt sie: Kleintransporter mit einer zulässigen Höchstmasse (zHM) von maximal 3.500 kg, häufig aus osteuropäischen Ländern stammend, die auf deutschen und europäischen Autobahnen...