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SCHEUERLE: Transport von Rotorblättern

Mit Rotorblattlängen von nahezu 90 Metern haben sich Transporte für Windenergie­anlagen zunehmend zu hochkomplexen Projekten entwickelt. Beim Windpark Bad Berleburg zeigt sich, wie anspruchsvoll diese Logistikaufgaben geworden sind: Ins­gesamt 60 Rotorblätter mit einer Länge von jeweils 85,85 Metern werden mit insgesamt 3 SCHEUERLE BladeLiftern, montiert auf 16 Achslinien modularen Plattform­wagen, über mehrere Etappen zum Einsatzort gebracht.

Die Strecke ist in drei Etappen mit einer Gesamt­länge von rund 45 Kilometern unterteilt. In den ersten beiden Abschnitten über 25 und 12 Kilometer werden die SCHEUERLE BladeLifter im gezogenen Betrieb eingesetzt. Auf der finalen Etappe über 8 Kilometer wechseln dieselben Kombinationen in den selbstfahrenden Modus. Die eingesetzten Transportkombinationen erreichen dabei Längen von bis zu 103 Metern im gezogenen Betrieb sowie 96 Metern im selbstfahrenden Einsatz. Der Aufstellwinkel der Rotor­blätter variiert je nach Streckenanforderung zwischen 21 und 46 Grad. Technisch möglich sind mit dem SCHEUERLE BladeLifter bis zu 60 Grad.

Hohe Flexibilität

Die Transportstrecken rund um Bad Berleburg stellen höchste Anforderungen an Mensch und Maschine. Enge Serpentinen, Unterführungen, anspruchsvolle Ortsdurchfahrten sowie ein Aquädukt entlang einer ehemaligen Bahntrasse verlangen höchste Präzision. Gleichzeitig müssen zahlreiche Bäume entlang der Route erhalten bleiben, was zusätzliche Einschränkungen bei der Streckenführung mit sich bringt.

Gerade hier zeigt sich ein entscheidender Vorteil des SCHEUERLE BladeLifters: Durch das ge­zielte Anheben der Rotorblätter können Hindernisse wie beispielsweise Bäume überwunden werden. Das Rotorblatt wird angehoben und schwenkt kon­trolliert über die Hindernisse hinweg, ohne dass Eingriffe in die bestehende Infrastruktur oder Vegetation notwendig sind. Auf diese Weise lassen sich selbst in sensiblen Bereichen Fällungen vermeiden und die Eingriffe in die Umgebung auf ein Minimum reduzieren.

Durch das Anheben des Rotorblatts können Hindernisse wie Bäume oder Infrastruktur gezielt überwunden werden.

Hinzu kommen wechselnde Umweltbedingun­gen entlang unterschiedlicher Höhenlagen sowie anspruchsvolle Steigungen innerhalb des Windparks. Wind, Nebel sowie zu Beginn winterliche Verhältnisse mit Schnee und Eis stellten zusätzliche Herausforderungen dar. Die Transporte erfolgen sowohl tagsüber als auch in Nachtfahrten.

Neben der operativen Umsetzung müssen ­zudem sämtliche behördlichen Anforderungen berücksichtigt werden, darunter spezielle BF4-Begleitfahrzeuge zur Verkehrslenkung sowie polizeiliche Absicherung.

Anforderungen an Transportlösungen

Mit steigender Leistung moderner Windenergieanlagen wachsen auch die Anforderungen an Transportlösungen. Projekte wie bei Bad Berleburg zeigen, dass innovative Technologien solche Vorhaben überhaupt erst ermöglichen. Denn unabhängig davon, wie die Energieversorgung der Zukunft gestaltet wird: Ohne leistungsfähige Schwerlastlogistik bleibt sie Theorie.

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