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Fliegl: X-tra Long-Trailer

Effizienz ist das A und O im Transportgewerbe, dazu gehört auch, das Fahrzeug dem Bedarf anzupassen: Nahezu 90 Prozent aller Transportaufträge lassen sich laut Fliegl mit einem Zweiachser abdecken, die wenigsten Spediteure brauchen die Nutzlast eines Dreiachsers. Fliegl bietet daher mit dem SZS 300 MegaRunner Twin 180 einen Zweiachs-Sattelauflieger, der Effizienz und hohe Nutzlast vereint.

Das hat auch Andreas Kunz aus München überzeugt, der kürzlich seinen Auflieger in der X-tra Long-Version in Triptis abgeholt hat. Er betreibt die größte mobile Geisterbahn der Welt, die auch auf dem Oktoberfest aufgebaut wird. „Die Nutzlast spielt für uns eine untergeordnete Rolle, aber wir brauchen das große Ladevolumen und die Länge“, sagt Kunz. Mit einer Innenlänge von 15 Meter bietet der SZS 300 reichlich Ladefläche, ideal für die großen Bauteile der Geisterbahn.

Leichter Be- und Entladen

Eine Besonderheit dieses Trailers: Die Heckrungen lassen sich manuell auf jeder Seite um 40 Zentimeter in der Breite herausziehen – das erleichtert enorm das Beladen mit großen Bauteilen.

Um beim Beladen die volle Ladehöhe von 3 Meter zu erhalten, verwendet Fliegl seinen speziellen Non-Elastic-Dachholm aus hochfestem Aluminium. Dieser biegt sich auch bei geöffneten Rungen auf voller Breite nicht durch – das erleichtert das Be- und Entladen mit dem Gabelstapler.

Dank EcoLift-Hubsystem mit Gasdruckdämpferunterstützung lässt sich das Dach um 380 Millimeter anheben. So wird auch die um 15 bis 20 Millimeter größere Einladehöhe ausgeglichen, die durch die beidseitigen Palettenanschläge entsteht. Unter anderem wegen der Palettenanschläge, die alle 200 Millimeter eine Zurrmöglichkeit bieten, und der robusten Plane mit eingeschweißten Horizontal- und Vertikalgurten ist der Trailer Code-XL-zertifiziert. Der 140 Millimeter hohe Crashblocker aus Stahl an der Stirnwand schützt den Fahrer im Falle eines Unfalls.

Clevere Details

Fast schon Standard bei Fliegl ist das Load-Lock-Profil im leicht schrägen Außenrahmen – hier lassen sich Spanngurte schnell und sicher einhängen. Damit der Ladeboden auch mit schweren Staplern mit einer Achslast von bis zu 7.100 Kilogramm befahren werden kann, lagern die 30 Millimeter starken Siebdruckplatten auf längslaufenden Unterzügen. Clevere Details machen den Arbeitsalltag komfortabler und sicherer. Der patentierte D-Lock-Türfeststeller hält die Heckportaltüren sicher geöffnet, der integrierte I-Lock-Verschluss kommt mit wenigen beweglichen Teilen aus. Im großen Palettenkasten finden 32 Europaletten Platz und der über die gesamte Fahrzeugbreite reichende Spritzlappen hält Wasser am Boden und verbessert so die Sicht für den nachfolgenden Verkehr. Jeweils ein LED-Arbeitsscheinwerfer an den Seiten sowie zwei zusätzliche LED-Scheinwerfer am Heck sorgen für Sicherheit beim Rangieren im Dunkeln. Die LED-Seitenmarkierungsleuchten sind mit dem Blinker gekoppelt, auch das ist ein Sicherheitsplus.

Der Sattelauflieger rollt auf SAF-Scheibenbremsachsen; die B-Achse ist als automatische Entlastungsachse ausgeführt und erleichtert das Rangieren. Eine Achslasterkennung über das EBS-Signal liefert die Daten an ein Display im Fahrerhaus. Die polierten Alufelgen sehen nicht nur gut aus, sie tragen auch zum geringen Leergewicht von 6.440 kg bei. Jede Achse wird im Werk per Laser vermessen und exakt eingestellt, das verringert den Rollwiderstand und reduziert so den Reifenverschleiß und den Kraftstoffverbrauch.

Zweiachser mit Vorteilen

Im Vergleich zum MegaRunner als Dreiachser verbraucht ein Sattelzug mit dem MegaRunner Twin bei gleicher Beladung drei Liter weniger auf 100 Kilometer. Diese Effizienz wurde von der Dekra in einem Fahrvergleich zertifiziert. Bei der Maut (Euro VI, beste CO2-Klasse) lässt sich ebenfalls sparen. Pro Jahr sind für den Twin-Zug 2.880 Euro weniger fällig als für den Dreiachser.

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